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Author - Henrike

Po-Delta

Die letzen zwei Tage haben wir nebensaisionalen Strandspaß für groß und klein am Po-Delta genossen..
..und uns den Wind um den Kopf pusten lassen!

Chioggia

Wir haben Lust auf Italien und sind die letzten Tage von Udine runter an die (Lagunen)Küste gefahren. Heute haben wir uns gegen Venedig und für Chioggia entschieden und hatten einen schönen Nachmittag in “klein Venedig”

Ab und zu kam ein Regenschauer runter, aber im Vergleich zu anderen Teilen Italiens, sind wir verschont geblieben!
Gefährliches Pflaster… 😷

Udine und weiter…

Nach drei wunderschönen Tagen am Flussbett des Tagliamento (wir lieben es, an Flüssen zu stehen!), sind wir mit dem Regen aufgebrochen und haben einen halben Tag in einem Einkaufszentrum in Udine verbracht – Baumarkt, Hausschuhe kaufen, alle blinkenden Autos des Zentrums suchen, italienische Cappuccino genießen etc..

Heute kam die Sonne wieder raus und hat uns auf der Entdeckungstour durch Udine begleitet 🌞

Heute Abend auf Stellplatzsuche ist es dann passiert – Graben übersehen und Zack, fest, nix geht mehr. Diesmal wurde uns die Flusssehnsucht zum Verhängnis!

Doch Sam hat nicht aufgegeben, Spaten und GFK Sandbleche haben versprochenes geleistet und die Kinder super mitgemacht und da waren wir nach ca einer Stunde wieder draußen 😅

Der Tag danach – Sandbleche vom Matsch befreit und den super Stellplatz unterhalb von Udine zur Generalreinigung und zum Waschen und Basteln genutzt 💪🏼
…und uns der Frage gestellt, wie es weiter gehen soll. Der ursprüngliche Plan, über Kroatien, Montenegro und Albanien zu fahren, hat sich zerschlagen. Über den Landweg nach Griechenland kommt man momentan nur via Bulgarien. Sollen wir das wagen? Das Risiko, dass eines der zu durchquerenden Länder (Kroatien, Bosnien Herzegowina, Serbien, Bulgarien)seine Einreisebestimmung kurzfristig ändert, ist in diesen Zeiten hoch. Dann plötzlich im Herbst/Winter im Balkan fest zu sitzen, erscheint uns wenig erstrebenswert.. somit haben wir die Pläne umgeschmissen und werden erstmal Italien erkunden und dann zu gegebenem Moment eine Fähre nach Griechenland nehmen und hoffen, Richtung Türkei und Georgien zu kommen. In diesen besonderen Zeiten muss man wirklich sehr flexibel sein. Alles möglich, alles gut, aber ein bisschen weh tut es schon.. ❤️

Über uns

Wir sind Henrike (34) und Sam (34) und unsere Wirbelwind-Kinder Janosch (3,5) und Katinka (14 Monate), ein deutsch-niederländisches Gespann, das gerne lacht, lebt und liebt!

Kennengelernt haben wir uns 2012 während eines Einsatzes mit Ärzte ohne Grenzen in der demokratischen Republik Kongo. Ich war dort als Hebamme tätig, Sam als technischer Logistiker. Nach spannenden 9 Monaten, hat sich unsere Beziehung auch außerhalb der Einsatz-Blase bewährt und seit dem ziehen wir zusammen durchs Leben. Nach weiteren Einsätzen, viel Reisen und persönlichen Hochs und Tiefs, wurde der Traum nach einem fahrbaren Untersatz zum Weltendecken immer klarer. Ich selbst bin gefühlt in VW Bussen aufgewachsen und war immer viel reisen und abenteuerlustig. Was bei mir das Wohnmobil war, war bei Sam das Segelboot. Und auch hier gepaart mit sehr viel Abenteuerlust und Reiseerfahrung. Zunächst wollten wir eine alte Feuerwehr ausbauen. Haben dann aber erlebt, wie wenig Platz und Möglichkeiten diese oft bieten. Daraus entstand die Idee, den Aufbau komplett selbst du gestalten und zu bauen und Sam begann, während eines Einsatzes in der  zentralafrikanischen Republik 2014/2015, mit den Zeichnungen unseres Traumautos. Die Himmelsrichtung der geplanten Reise war von Beginn an klar. Uns zieht es beide Richtung Osten, denn hier haben wir die wenigste Reiseerfahrung. Der Iran und Georgien haben es uns dabei am meisten angetan. Und wenn wir weiter träumen, stehen die Mongolei und Russland auch sehr weit oben auf der Sehnsuchtsliste..

2016 kauften wir in Strahlsund einen Baustellenkipper und fanden im Odenwald einen Bauernhof, der nicht nur Platz und Möglichkeiten für den Ausbau bot, sondern auf dem wir liebenswürdigerweise auch leben durften. Ich konnte als Hebamme im nahegelegenen Heppenheim arbeiten und genoss die Nähe zu meiner Familie an der Bergstraße.

Im Herbst 2016 begann Sam mit der Restauration des Kippers. Der Name Mulima war bald gefunden. Mulima bedeutet Berg auf Suaheli und war der Name der Base im Kongo – ein Berg von Arbeit, Schweiß und Liebe entstand!

Was in den folgenden drei Jahren geschah, könnt ihr in „ein Berg entsteht“ nachlesen.

Im Juni 2019 erlangten wir die langersehnte Umschreibung zum Wohnmobil und TÜV. Es folgte ein weiters Jahr des Finetunings im Allgäu und in Nord-Holland. Dann kam Corona und alle Pläne wurden mit einem großen Fragezeichen versehen. Nichts desto trotz sind wir nun unterwegs, frei von Plänen und Visastress und schauen, wie weit und vor allem wohin wir es schaffen – das Abenteuer kann beginnen!!

Dolomiten – Friaul

Wir verabschieden uns von den Dolomiten und fahren Richtung Udine. Es geht durch mehr und mehr italienisch anmutende, verwinkelte Dörfer, an blauen Seen vorbei, in tiefere Gefilde.

Es wird zunehmend wärmer, die ersten Palm- und Olivenbäume begrüßen uns und wir werden von einem ordentlichen Hagelsturm überrascht, der golfballgrosse Eisklumpen auf Mulima abfeuert. Wir suchen Schutz unter Bäumen und es bleibt alles heil. Es stehen einige Erledigungen an und so finden wir einen liebenswürdigen Reifenhändler, der unser zweites Ersatzrad wieder zurechtrückt und befüllt (Sam hatte die Ventilstellung geändert und es war schwieriger als gedacht, den Reifen wieder richtig auf die Felge zu bekommen), wir kaufen ein und tanken Wasser.

Am Ende des Tages finden wir erneut einen Traumplatz am Fluss Tagliamento in der Nähe von Pordenone.

Die Nacht ist sehr stürmisch und heute Morgen entdecken wir Schnee auf den Spitzen der Dolomiten – es war die richtige Entscheidung gewesen, weiter zu ziehen..

Berge oder Wärme

Wir haben uns gegen Berge und für Wärme entschieden und einen wunderschönen off-road Platz an der Piave bei Belluno gefunden. Zu Janoschs Freude mit Lagerfeuermöglichkeit, so konnten wir Stockbrot mit Grillkäse zum Abendessen machen 🔥

Eine nette Begrüßung gab es auch 😆
Und ich konnte unsere Vase mit frischen Blumen aus dem “Vorgarten” füllen 😊

St Ulrich & die Seilbahn

Durch die Dolomiten fahrend, haben wir so viele Gondeln und Seilbahnen entdeckt, dass wir Janosch den Wunsch einer Seilbahnfahrt nicht mehr verwehren konnten. St Ulrich bot sich an und wir erreichten die Seilbahn nach ungeplanten Umleitungen durch das verwinkelte Dorf gerade noch rechtzeitig. Ab in die Gondel, Fahrt ins nebelige Wolkenfeld, kurze Wanderung auf den Gipfel und nach kurzer Zeit ein atemberaubendem Ausblick.

1495 km nach Istambul wurden uns am Gipfel angezeigt. Das wirft natürlich die Frage auf, ob wir es in diesen spannenden Zeiten bis in die Türkei schaffen, welche Grenzen offen sein werden und wie Menschen in Coronazeiten auf reisende Mitmenschen reagieren. Wir sind gespannt und nehmen die Herausforderung an!

Liebenswürdiger Weise durften wir dann für die Nacht noch am Seilbahnparkplatz stehen.

Familienabschied

Nach einem wunderschönen, verrückten, liebevollen und auch tränenreichen Camper-Abschied mit unseren Eltern am Lech, machen wir uns tatsächlich zu viert auf Richtung Österreich und Italien.